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SG Perl/Besch I - FC Wiesbach 1:2

Die ganz große Befreiung war es sicherlich nicht. Aber Fußball-Saarlandligist SG Perl/Besch hat sich trotz einer weiteren Niederlage gegen den FC Wiesbach sehr ordentlich aus der Affäre gezogen. Der Tabellendritte behauptete sich am vergangenen Samstag mit einem knappen, aber dennoch verdienten, 2:1-Sieg an der Obermosel. "Das Debakel der Vorwoche (1:10 in Völklingen, Anm. d. Red.) haben wir gut verdaut", sagte Spielertrainer Manuel Cuccu (Foto: eb) und versucht, die Schwachstellen zu erklären: "Unser Dilemma ist einfach, dass wir zu wenig Fußball spielen. Der Druck, keine Fehler machen zu dürfen, lastet auf jedem Spieler. Von daher möchte auch kaum einer den Ball oder die Verantwortung übernehmen."

Immerhin: Kampf und Einsatz stimmten, wenngleich die Gäste von Beginn an spielbestimmend waren und sich auch etliche Torchancen herausspielten. Aber es dauerte bis zur 30. Minute mit dem 1:0. Patrick Ackermann schloss eine schnelle Kombination über mehrere Stationen mit der Wiesbacher Führung ab. Sieben Minuten später hatten die Schützlinge von Cuccu dessen Warnung vor den gefährlichen Standards der Gäste überhört. Eine Freistoß-Hereingabe verwertete Stefan Scherer zur 2:0-Pausenführung. "Wir hatten zu viel versucht, mit langen Bällen dagegenzuhalten. Da hatte Wiesbach mit seiner stabilen Abwehr relativ leichtes Spiel, uns zu kontrollieren", ärgerte sich Cuccu.

Das Perler Spiel sollte erst in den letzten zwanzig Minuten besser werden. Cuccu hatte dazu auch einige Umstellungen vorgenommen. Christian Koch spielte Libero für Andreas Herbst, der hinter den Spitzen Christoph Carl und Dennis Neger, der für Patrick Braun ins Spiel gekommen war, für mehr Torgefahr sorgen sollte. Dominik Uhrmacher wechselte in die Abwehr, der junge Christoph Gendera verstärkte für Maik Sieren das Mittelfeld. Die SG spielte nun aggressiver. Lohn der Mühen war der Anschlusstreffer zum 1:2. Den erzielte Gästespieler Stefan Scherer. Nach einer Freistoßhereingabe von Herbst bugsierte er die Kugel aus dem Gewühl ins eigene Netz (74.). Das war zugleich das Signal für die Heimelf, weiter Druck zu machen. Der bis dahin so gut wie beschäftigungslose Rene Paul im Gästetor hatte in der 85. Minute Glück, dass ein Schuss von Dennis Neger nur an der Unterkante der Latte landete und von dort ins Feld zurücksprang. Fazit von Cuccu: "Mit zwanzig Minuten Fußball ist kein Spiel zu gewinnen. Da müssen wir dran arbeiten, zumindest mal 75-80 Minuten intensiv dagegenzuhalten."

Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 12. April - Erich Brücker






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